Wissenswertes zum Thema Rheuma:
Wie viele Menschen leiden in Deutschland an Rheuma?
Darüber wie viele Menschen in Deutschland an Rheuma leiden, gibt es keine genauen Zahlen. Laut der deutschen Rheuma-Liga sind ca. 9 Mio. Menschen von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Unter diesen 9 Mio. Betroffenen sind auch etwa 15.000 Kinder, die jünger als 16 Jahre sind. Noch immer glauben viele Menschen, Rheuma sei eine Erkrankung, die nur alte Leute betrifft, doch dem ist nicht so. Es kann Jungen wie Mädchen, Männer wie Frauen treffen und das eigentlich in jedem Alter.
Wie ist die Prognose bei Rheuma?
Eine allgemein gültige Prognose zu Rheuma gibt es nicht. Da sich unter diesem Sammelbegriff viele verschiedene Einzelerkrankungen zusammenfinden, die alle einen individuellen Verlauf nehmen, kann auch die Prognose nur individuell ausfallen.
Das A und O der Therapie von Rheuma ist die Verzögerung oder sogar Vermeidung entzündlicher Reaktionen des Körpers. Die gesamte Therapie ist darauf ausgelegt. Mit den heutigen Medikamenten und Therapieformen lässt sich Rheuma im Idealfall für lange Zeit bremsen und in seinem Verlauf verzögern.
Kann ich selbst etwas tun, um mein „Rheuma“ positiv zu beeinflussen?
Die Diagnose zu erhalten, man habe Rheuma ist für viele Betroffene nicht einfach. Zunächst ist man vielleicht froh, dass der Auslöser für all die Schmerzen und Einschränkungen, die man in der Vergangenheit ertragen hat, einen Namen hat. Man ist vielleicht auch froh, dass man nach einer Odyssee von Arzt zu Arzt endlich eine Diagnose erhalten hat. Doch dann ist man plötzlich vielleicht auch ungläubig oder hat sogar Angst. Ungläubig, weil man nicht wahr haben will, dass man vielleicht mit Mitte 30 an Rheuma erkrankt sein soll, wo es doch gemeinhin als „Alte-Leute-Krankheit“ gilt. Angst, weil man nun Bilder deformierter Gelenke vor Augen hat und dauerhafte Schmerzen befürchtet.
All diese Gefühle, die in der Regel nach der Diagnose „Rheuma“ auf einen einprasseln, sind ganz normal. Nun ist es allerdings äußerst wichtig, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Sie können selbst einiges tun, um den Verlauf von Rheuma positiv zu beeinflussen.
Sich über Rheuma informieren!
In der Regel werden Sie nicht die Diagnose „Rheuma“ erhalten haben, sondern man wird ihnen mitgeteilt haben, dass Sie an einer rheumatische Erkrankung leiden. Sicherlich wird man Ihnen auch den Namen dieser Erkrankung genannt haben. Sei es rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis oder eine andere Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, informieren Sie sich über Ihre spezielle Erkrankung. Befragen Sie Ihren Rheumatologen, das Internet, Selbsthilfegruppen. Wählen Sie den für Sie besten Weg.
Sich bewegen!
Verfallen Sie nicht in Bewegungslosigkeit. Dies würde dem Rheuma nur helfen, weiter voranzuschreiten. Besprechen Sie mit Ihrem Rheumatologen, welche Art der Bewegung in Ihrem Fall die sinnvollste ist.
Rheuma akzeptieren – auf Ihren Körper hören.
Elementar wichtig für eine positive Behandlung von Rheuma ist, dass Sie Ihre Erkrankung akzeptieren. Lernen Sie auf Ihren Körper zu hören. Arbeiten Sie aktiv an der Behandlung mit. Nehmen Sie Ihre Medikamente ordnungsgemäß und regelmäßig ein. Bleiben Sie im Gespräch mit Ihrem Rheumatologen.
Melissa Seitz
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