Gelenk-Rheuma

Das Gelenkrheuma ist von den rheumatischen Erkrankungen die am weitesten verbreitete. Dabei kann entweder ein Gelenk befallen sein, aber in den meisten Fällen breitet sich die Erkrankung im Verlauf auf mehrere Gelenke aus. Am Anfang sind meistens die Fingergelenke betroffen, es kann jedoch auch an den Zehgelenken beginnen.

Die Gelenke sind am Anfang geschwollen und schmerzen, mit der Zeit wird der Knorpel dann nach und nach zerstört. Das liegt daran, dass das Immunsystem, aus bisher noch ungeklärten Gründen, körpereigenes Gewebe angreift. Der Gelenkrheumatismus ist meistens chronisch und betrifft vor allem Frauen zwischen 30 und 50 Jahren.

Neben der herkömmlichen Variante, auch als Polyarthritis bezeichnet, gibt es auch noch ein paar Sonderformen des Gelenkrheumatismus. Wenn Kinder vor dem 16. Lebensjahr erkranken, dann spricht der Mediziner von der so genannten juvenilen, chronischen Arthritis. Andere Sonderformen des Gelenkrheumatismus sind das Felty-Syndrom und das Caplan-Syndrom. In einigen Fällen sind die Beschwerden dauerhaft vorhanden, es gibt jedoch auch Patienten, die einzelne Schübe erleben. Manchmal greift diese Rheumaform auch auf innere Organe über.

Die Behandlung erfolgt durch eine Kombination aus Medikamenten und Physiotherapie. In vielen Fällen wirkt sich auch eine Ernährungsumstellung mit viel Obst, Gemüse und Eiweiss positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Wenn die Beschwerden zu stark sind, sollten die Patienten auch mit ihrem Arzt über einen operativen Eingriff sprechen.

Weitere Artikel